Das Leitmotiv
Wie schaffe ich mich ab?
Diese Frage habe ich mir 2011 zum ersten Mal gestellt, bei der LeitOn GmbH. Ich war Buchhalter, und ich machte jeden Monat dieselben Handgriffe. Dieselbe Kontenklärung, dieselben Listen, dieselben Abstimmungen. Irgendwann dachte ich: Wenn ich jeden Monat das Gleiche tue, dann tue ich etwas falsch. Nicht in der Buchung, sondern im System dahinter.
Die meisten Menschen wollen sich unentbehrlich machen. Ich wollte das Gegenteil. Mein Ziel war eine Buchhaltung, die ohne mich genauso läuft wie mit mir. Eine, bei der ich am Monatsende nicht gebraucht werde, weil alles dokumentiert ist und jeder im Team weiß, was zu tun ist. Das klingt nach einem schlechten Geschäftsmodell. Es ist das Beste, das ich habe.
Wenn ich jeden Monat das Gleiche tue, dann tue ich etwas falsch. Nicht in der Buchung, sondern im System dahinter.
Damals fing ich an, meine eigene Arbeit zu standardisieren. Erst mit Vorlagen und Checklisten, dann mit sauber konfigurierten Importschnittstellen in DATEV. Später kamen VBA-Makros in Excel dazu. Ich nenne mich seitdem manchmal den Buchhalter, der programmiert. Das ist kein Spruch. Es ist die ehrlichste Beschreibung dessen, was ich tue: Ich schaue mir einen Prozess an, ich verstehe ihn, und dann baue ich ihn so um, dass er mich nicht mehr braucht.
Aus dieser Haltung ist eine zweite Frage gewachsen, die ich heute in jedes Mandat mitnehme: Was muss ich tun, damit ich es nicht noch einmal tun muss? Sie klingt ähnlich, meint aber etwas anderes. Die erste Frage richtet sich an die Struktur. Die zweite an jede einzelne Aufgabe. Eine Routine wird einmal sauber gemacht, dokumentiert und übergeben. Danach läuft sie ohne mich.
Genau hier liegt das eigentliche Produkt. Viele denken, ich liefere Monatsabschlüsse oder aufgeräumte OP-Listen. Das stimmt, aber es ist nur das Sichtbare. Was ich wirklich liefere, ist die Übergabe. Ein Mandat endet bei mir nicht mit dem letzten Buchungssatz, sondern mit einem schriftlichen Ordner. Darin steht jede wiederkehrende Tätigkeit als Ablauf, mit Konten, Frequenz, Zuständigkeit und der Frage, wer informiert wird, wenn etwas auffällt.
Überflüssig zu werden ist hier kein Risiko. Es ist das Erfolgsmaß.
In den Jahren danach habe ich gelernt, dass dieses Prinzip in jeder Größenordnung funktioniert. Bei der GHT Mobility, der Gesellschaft hinter CleverShuttle, habe ich ein zehnköpfiges Team aufgebaut und genau so geführt: Jeder Handgriff sollte irgendwann ohne Nachfrage laufen. Der Monatsabschluss kam zwölf von zwölf Mal pünktlich, die Fehlerquote fiel von zehn auf zwei Prozent. Bei der Johannesstift Diakonie, 11.400 Mitarbeitende, habe ich den Personalaufwand in der Kontenklärung halbiert. Dieselbe Logik, nur ein anderer Maßstab.
Seit 2020 bin ich selbstständig, ein Dutzend Mandate bei zehn Unternehmen. Die Spanne reicht von 50 bis 11.400 Mitarbeitenden, über Branchen von Logistik bis Diakonie. Was sie verbindet, ist nicht die Größe, sondern die Frage, mit der ich komme. Sie lautet immer noch: Wie schaffe ich mich ab? Und wenn ich ein Mandat verlasse und niemand mich vermisst, weil alles weiterläuft, dann habe ich meine Arbeit gut gemacht.
Drei Sätze, mit denen ich arbeite
Leitfrage
Wie schaffe ich mich ab?
Meine eigene Intention seit der LeitOn GmbH 2011. Für Sie heißt das: Am Ende eines Mandats läuft die Buchhaltung ohne mich weiter, nicht nur solange ich da bin.
Maxime im Mandat
Was muss ich tun, damit ich es nicht noch einmal tun muss?
Jede Routine wird einmal sauber gemacht und dokumentiert. Danach kostet sie Ihr Team keine Suchzeit mehr.
In einem Satz
Ich analysiere Prozesse und verbessere sie, im Idealfall automatisiere ich sie.
Die Antwort, die ich seit Jahren auf die Frage nach meiner Arbeit gebe. Analyse zuerst, dann Standard, dann Automatisierung. In dieser Reihenfolge.
Schwerpunkte
Drei Punkte, die für Sie den Unterschied machen
Diese drei Felder sind der Kern meiner Arbeit. Was sie konkret für Sie und Ihr Unternehmen bedeuten, steht jeweils darunter.
Anker 01
CFO-Sparringspartner
Ich bin nicht der Dienstleister, der Belege wegbucht und sonst schweigt. Ich denke aus Ihrer Perspektive mit.
Was das für Sie bedeutet
- Sie bekommen eine zweite Meinung zu Liquidität, Forderungsbestand und Abschluss-Tempo, bevor die Bank oder der Beirat fragt.
- Ich übersetze die Zahlen aus der Buchhaltung in Entscheidungen, die Sie als Inhaber oder GF wirklich treffen müssen.
- Drei Kennzahlen, die jeden Monat stimmen, statt eines Reportings, das niemand liest.
Anker 02
Automatisierung
In Ihrem Bestands-System, nicht durch ein neues Tool, das wieder jemand pflegen muss.
Was das für Sie bedeutet
- DATEV-Importschnittstellen, SAP-Massenpflege, Excel-Auswertungen mit VBA-Makros, KPI-Reports in Power BI.
- Bei der LeitOn GmbH habe ich den Personalaufwand in der Buchhaltung so um die Hälfte gesenkt. Bei PD Berater rund zwei Vollzeit-Kapazitäten freigesetzt.
- Für Sie heißt das: weniger Handarbeit, weniger Fehlerquellen, planbarere Abschlüsse.
Anker 03
Übergangssteuerung und Skalierung
Wenn die Buchhaltung ausfällt oder Ihr Unternehmen schneller wächst als die Strukturen.
Was das für Sie bedeutet
- Vakanz-Vertretung bei Kündigung, Krankheit oder Elternzeit. Einstieg in zwei bis vier Wochen, bei akuter Lage als Express-Einstieg in wenigen Tagen, gegen Aufschlag und sofern Kapazität frei.
- Ich habe Abschlüsse in Häusern von 50 bis 11.400 Mitarbeitenden verantwortet, von der GmbH bis zur Konzern-Tochter.
- Am Ende steht ein schriftlicher Übergabe-Ordner, mit dem Ihre Nachfolge ab Tag eins arbeitet.
Stationen
Was ich vorher gemacht habe
Über fünfzehn Jahre, vom Konzern-Einstieg bis zur eigenen Praxis. Keine Liste, sondern ein Weg.
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seit 2020
Selbstständiger Finanzbuchhalter, Berlin
Ein Dutzend Mandate bei zehn Unternehmen, remote bundesweit, von Logistik über Diakonie und EdTech bis IT-Sicherheit. Die Mandanten reichen von 50 bis 11.400 Mitarbeitenden. Mein Schwerpunkt hat sich geschärft: erst prüfen, dann standardisieren, dann übergeben.
Schwerpunkt Audit, Prozessoptimierung und Übergabe
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2017 bis 2019
Leiter Buchhaltung, GHT Mobility GmbH
Die Gesellschaft hinter CleverShuttle. Ich habe die Buchhaltung aus dem Steuerbüro ins Haus geholt und mich vom Alleinbuchhalter zur Leitung hochgearbeitet, am Ende ein zehnköpfiges Team aus Fibu, Office-Management und IT. Der Monatsabschluss kam zwölf von zwölf Mal termingerecht, die Fehlerquote fiel von zehn auf zwei Prozent. Hier habe ich gelernt, dass Führung und Standardisierung dasselbe Ziel haben.
Close 12 von 12, Fehlerquote 10 % auf 2 %
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2016 bis 2017
Alleinbuchhalter und Forderungsmanager, PROWIB
Eine Beratungsgesellschaft mit einem Forderungsproblem. Ich habe das Mahnwesen strukturiert und Bonitätschecks eingeführt. Die Forderungsverluste sanken von fünf auf 0,1 Prozent. Das war der Moment, in dem mir klar wurde, wie viel Liquidität in unstrukturierten OP-Listen verschwindet.
Forderungsverluste 5 % auf 0,1 %
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2011 bis 2016
Alleinbuchhalter und Forderungsmanager, LeitOn GmbH
Meine ersten eigenen Standardisierungs-Projekte: Vorlagen, Checklisten, DATEV-Routinen. Durch Aufgabenbündelung sank der Personalaufwand um die Hälfte. Und hier kam zum ersten Mal die Frage auf, die mich bis heute begleitet: Wie schaffe ich mich ab?
Erste Standardisierungs-Projekte, Personalaufwand minus 50 %
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2010 bis 2011
Alleinbuchhalter, diso gGmbH
Fünf Mandate parallel in der Sozialwirtschaft, End-to-End von der Anlagenbuchhaltung bis zum Jahresabschluss in Sage KHK. Alle Abschlüsse fristgerecht, zwölf von zwölf. Hier habe ich zum ersten Mal mehrere Mandate gleichzeitig geführt.
Fünf Mandate parallel, Close 12 von 12
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2008 bis 2010
Sachbearbeitung, TotalEnergies
Der Einstieg, mitten im Konzern-Umfeld einer Gruppe mit heute 103.000 Mitarbeitenden. Strukturierte Fallabwicklung, Datenqualitäts-Kontrollen und Schnittstellen zwischen HR und Finanz. Ich habe gesehen, wie Finanzprozesse im großen Maßstab funktionieren. Das wurde zum Fundament für die Skalierungs-Logik, die ich später brauchte.
Konzern-Fundament, Prozesse im großen Maßstab
Werkzeuge
Womit ich arbeite, und wie tief
Niveau auf einer Skala von eins bis sechs. Sechs heißt: produktiv im Tagesgeschäft, inklusive Schnittstellen und Automatisierung.
- DATEV Pro Buchhaltung
Zahlungsverkehr, Importwege, Mahnwesen
- Excel und VBA Automatisierung
Makros, Schnittstellen, automatisierte Auswertungen
- SAP FI und Sage KHK ERP
Massengeschäft, Migration R/3 auf S/4HANA
- Business Central ERP
Buchungslogik, Reporting, Kontenrahmen
- Power BI, Dynamics NAV, QAD, Java erweitert
KPI-Reports, Spezialfälle, Skript-Logik
Ausbildung
Woher das Handwerk kommt
- Note 1
Fachkraft für Buchhaltung mit DATEV
Finanzbuchhaltung, Kontierung, Abschluss, DATEV-Praxis.
- Note 1,7
Controlling-Fernstudium, ILS
Kostenrechnung, Forecast, KPI-Steuerung, Reporting.
-
DATEV-Schulungen
Laufende Fortbildung in DATEV Pro und Unternehmen online.
-
Java-Grundlagen
Programmierlogik als Basis für das Verständnis von Schnittstellen.
-
VBA und Makro-Programmierung
Eigenständige Automatisierungs-Lösungen in Excel.
Authority
Drei Prinzipien meiner Arbeit
2024 habe ich aufgeschrieben, wie ich arbeite. Nicht als Marketing, sondern als Praxisleitfaden für Inhaber und CFOs, die ihre Buchhaltung selbst führen und nicht alle drei Jahre umbauen wollen.
Der Weg zur Effizienz Buchhaltung
Leitprinzipien für Führungskräfte
Praxisleitfaden Standardisierung und Automatisierung. DATEV, SAP, VBA, KPI-Sets.
- 01
Jeder Klick soll der letzte seiner Art sein
Wer eine Routine zum zweiten Mal manuell macht, hat die erste Chance zur Automatisierung verschenkt. Die zweite ist Pflicht.
- 02
Dokumentieren Sie, als wären Sie morgen weg
Eine gute Buchhaltung hat keine Schlüsselperson. Sie hat Anleitungen, Eskalationspfade und eine Vertretungs-Regel, die mehr als einen Namen enthält.
- 03
Kennzahlen sind ein Versprechen
Wer DSO, OP-Alter und Close-Tempo nicht jeden Monat sieht, führt im Blindflug. Drei Kennzahlen reichen, wenn sie stimmen.
Track-Record
Fünfzehn Jahre, elf nachweisbare Ergebnisse
Interim-Mandate seit 2020, dazu drei prägende Festanstellungen davor. Jede Zahl mit Firma, Rolle, Branche, Mitarbeiter-Größe und Zeitraum. Kontext und Methode erkläre ich im Erstgespräch, soweit die Verschwiegenheit es zulässt.
- minus 98 % Beratung
Forderungsverluste 5,0 % auf 0,1 %
Mahnworkflow strukturiert, Bonitätscheck eingeführt, Eskalations-Stufen sauber definiert.
Meine Rolle Alleinbuchhalter (Festanstellung)
- minus 16 Tage Food und Supplements
DSO 54 auf 38 Tage
Überfällige Forderungen über 30 Tage um 70 % reduziert, in vier Monaten.
Meine Rolle Interim, Forderungsmanagement
- minus 50 % Elektronik
Personalaufwand minus 50 %
Aufgabenbündelung und Standardisierung in Buchhaltung und Kontenklärung.
Meine Rolle Alleinbuchhalter (Festanstellung)
- minus 67 % Diakonie
IC-Differenzen auf ein Drittel gesenkt
Personalaufwand in Intercompany und Kontenklärung halbiert. Stabilere Konzern-Konsolidierung.
Meine Rolle Interim-Buchhalter
- minus 3 Tage Medizintechnik
Close 9 auf 6 Tage
Klärfälle von 320 auf 95 reduziert. Fehlerrate Post-Close von 6 % auf 2 %.
Meine Rolle Interim-Buchhalter
- bis minus 60 % Mobilität
Prozesskosten bis zu minus 60 %
Close 12 von 12 termingerecht. Fehlerquote 10 % auf 2 %. Eigene Leitungs-Station.
Meine Rolle Leiter Buchhaltung (Festanstellung)
- Spitze Recht
5 Bilanzen pro Woche, Platz 1 von über 10
Höchste Durchsatz-Leistung unter mehr als zehn parallelen Interim-Buchhaltern.
Meine Rolle Interim-Buchhalter
- rund 2 FTE Beratung
Zeitersparnis 45 bis 100 %
Über mehrere Mandate seit 2021, aktuell das vierte. Bankbuchhaltung, Kontoabstimmung, Reporting, rund zwei FTE Kapazität freigesetzt.
Meine Rolle Interim, Projektleiter Prozessoptimierung
- 100 % on-time Logistik
SAP-Migration ohne Zahllauf-Ausfall
R/3 auf S/4HANA. Zahlläufe in jeder Migrationswoche pünktlich, keine ausgefallenen Lieferanten-Zahlungen.
Meine Rolle Interim-Buchhalter
- minus 22 % auf minus 7 % EdTech
Forecast-Abweichung minus 15 Punkte
Close 6 von 6 pünktlich. Time-to-Insight von zehn auf drei Tage.
Meine Rolle Interim, Controller
- Fördermittel + Reporting IT-Sicherheit
Fördermittel transparent, manuelle Aufwände gesenkt
Förderprojektabrechnung standardisiert und Business-Central-Reports plus Excel-Prüfläufe aufgebaut, die manuelle Aufwände senken.
Meine Rolle Interim, Fördermittel und Reporting